Der Unterricht an der Schule wird heute zielorientiert gestaltet. Das gilt selbstverständlich auch für den sexualkundlichen Unterricht. Am Ende jeder Unterrichtssequenz wertet die Lehr- oder Fachperson ihre Arbeit aus und baut den weiteren Unterricht darauf auf.

Während die Lehrpläne der Schulen früher lediglich dazu dienten, die einzelnen Themen eines Fachs für eine bestimmte Schulstufe zu definieren, steht heute die Festlegung von konkreten Kompetenzen im Vordergrund. Es interessiert heute nicht nur, welche Themen die Schülerinnen und Schüler im Unterricht behandeln, sondern was sie nach Abschluss eines Themenbereichs konkret wissen müssen. Der Unterricht an der Schule wird heute daher zielorientiert gestaltet. Auf der Sekundarstufe I gibt die Lehrperson die Lernziele zum Beispiel bei der Einführung eines neuen Themas oder auch zu Beginn einer einzelnen Schulstunde der Klasse in einer geeigneten Form bekannt.

Neben fachbezogenem Wissen können die Lernziele auch überfachliche Kompetenzen umfassen. Zum Beispiel die Fähigkeit, in einer Gruppe zusammen zu arbeiten oder vor der Klassen einen Vortrag zu halten. Während das fachbezogene Wissen rasch wieder vergessen geht, sobald es nicht mehr gebraucht wird, bleiben die überfachlichen Kompetenzen oft ein Leben lang und sie sind im Berufsleben neben dem zweifellos benötigten Fachwissen ebenfalls von besonderem Wert.

Im Unterschied zu vielen anderen Schulthemen wird das Erreichen der Lernziele beim sexualkundlichen Unterricht in der Regel nicht durch Klassentests überprüft. Denkbar sind auf der Sekundarstufe I Prüfungen zu biologischen Aspekten wie der Fortpflanzung.

Die Lehr- und Fachpersonen bereiten den sexualkundlichen Unterricht sorgfältig vor. Sie setzen dem Alter der Schülerinnen und Schüler entsprechende Ziele und entscheiden sich dann für das geeignete Vorgehen und passende Unterrichtsmaterialien. Am Ende jeder Unterrichtssequenz werten sie ihre Arbeit aus und bauen den weiteren Unterricht darauf auf.